Freitag, 22 März 2019

02.03.2019 - 17. Spieltag: SG Blau-Weiß Niegripp - SV Union Heyrothsberge 1:2 (0:1)

Fußball-Landesliga Heyrothsberge entscheidet Rückspiel in Niegripp mit 2:1 für sich / Viel Hektik in der Schlussphase

Die hohen Erwartungen konnte das Derby in der Fußball-Landesliga zwischen Blau-Weiß Nie- gripp und dem SV Union Heyrothsberge am Sonnabend aus spielerischer Sicht nicht erfüllen. Ein Traumtor sowie die spannende Schlussphase beim 2:1 (1:0)-Auswärtssieg der Unioner entschädigte die knapp 90 Zuschauer zumindest ein wenig.

Von Björn Richter

Niegripp l Es hatte sich eine ganze Menge angestaut bei den Unionern. Und mit dem Abpfiff brach es sich schließlich in Zick-Zack-Läufen, geballten Fäusten und Lufsprüngen auch bei André Hoof Bahn: „Wenn man 90 Minuten von außen durch die Zuschauer vollgemacht wird und während des Spiels versucht, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, kann man die Freude auch mal ungehemmt herauslassen. Gegen das Ergebnis kann schließlich niemand etwas sagen. Zudem waren wir einfach froh, dass uns der Start nach der langen Vorbereitungsphase geglückt ist“, konstatierte der Heyrothsberger Trainer nach dem knappen Derbysieg.

Die Phase vor dem Jahresauftakt spielte auch in der Niegripper Nachbetrachtung eine entscheidende Rolle. „Nach der nicht optimalen Vorbereitung haben viele gesagt, wir gehen mit 0:5 oder 0:6 unter. So muss man zwar dem verdienten Sieger gratulieren, aber ich bin nicht unzufrieden. In der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, dass es geht. Plötzlich war der Druck bei uns da“, ordnete SG-Trainer Thomas Seidelt ein.

Da trugen sich die Gastgeber allerdings bereits mit der Hypothek aus der schwachen ersten Hälfte herum. Spielerisch bieder und mit zu wenig Biss in den Zweikämpfen, überließen die Blau-Weißen ihrem Gegner die Kontrolle. Scheiterte Marcus-Antonio Bach anfangs noch per Kopf (5.), schlug nach einem Eckball von Karsten Völckel die Stunde von Christian Krümling: Die technisch anspruchsvolle Volley-Abnahme des aufgerückten Innenverteidigers zur verdienten 1:0-Gästeführung war ein Tor zum Genießen (29.).

Auch nach dem Rückstand vermisste man zunächst ein Aufbäumen bei den Platzherren. Die Heyrothsberger Marschroute trug dagegen weiter Früchte. Im konterfreudigen 4-3-3-System gelangten Unions schnelle Stürmer immer wieder in den Rücken der SG-Abwehr. Vor allem, als diese auch noch nachhalf: Kurz nach Wiederbeginn ließ sich Marco Westhause beim Versuch eines Rückpasses den Ball von Stefan Groth einfach abnehmen und der SVU-Routinier vollstreckte zur 2:0-Führung (49.).

Anschließend wurde es hektisch auf dem Platz und drumherum. Schiedsrichterin Elfi Schwander (Rossau) stand vermehrt im Zentrum der Aufregung, da beide Teams angesichts der mehr als großzügige Linie der Unparteiischen den Bogen überspannten. So durften sich Bach auf Seiten der Gäste und Till Räcke bei den Niegrippern im Glück wähnen, dass sie gelbverwarnt und trotz unmotivierter Attacken noch ihre Auswechslung statt des fälligen Feldverweises erlebten. Unrühmlicher Höhepunkt der zunehmenden Härte: Zehn Minuten nach seiner Hereinnahme, war für Matthias Lindenblatt der Arbeitstag schon wieder vorbei, nachdem das zu späte Einsteigen Krümlings das rechte Sprunggelenk der Niegripper „Aushilfe“ in Mitleidenschaft zog.

So fiel ein Schatten auf eine Partie, die doch noch einiges an Spannung bereithielt. Denn die Gastgeber hatten sich im Angesicht des Rückstands nun doch zurückgekämpft. Einen strittigen Freistoß klärte Union unzureichend, Justin Schaffrath nahm Maß und besorgte per Aufsetzer den 1:2-Anschluss (72.). Niegripp drängte weiter, machte sich aber verwundbar für Gegenstöße. So hatte Daniel Stridde fünf Minuten vor Schluss die Entscheidung auf dem Fuß, doch im letzten Moment kratzte Steven Zeuch das „Schüsschen“ von der Linie.

„Das ist der einzige Vorwurf, den ich meiner Mannschaft machen muss. In der Phase als Niegripp aufmacht, sind wir nicht gierig genug. Weil wir entweder ins Abseits laufen, oder der Abschluss nicht passt, spielen wir unsere Geschwindigkeitsvorteile nicht voll aus. Diesen Killerinstinkt müssen wir uns noch aneignen“, kritisierte Hoof, der aber schließlich nach dreiminütiger Nachspielzeit doch den Heyrothsberger Jubelsturm entfesseln durfte.

Niegripp: Krüger – Zeuch, Schäfer, Westhause, Plünnecke, Räcke (72. M. Lindenblatt, 85. Endert), Müller, Kramer, Mlynek, Wittpahl (46. Schaffrath), D. Lindenblatt

Union: Biegelmeier – Krümling, Gieseler, Deckert, Schröder, Kloska, Völckel, Rieche, Bach (61. Horn), Groth (88. Tandel), Stridde (90.+1 Spengler)

Tore: 0:1 Christian Krümling (29.), 0:2 Stefan Groth (49.), 1:2 Justin Schaffrath (72.)

SR‘in: Elfi Schwander (Rossau), Christoph Blasig, Christian Braun; ZS: 88

Quelle: Burger Volksstimme vom 04.03.2019

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