Freitag, 30 September 2022

2022.05.28 - 21. Spieltag: SV Union Heyrothsberge - TuS 1860 Neustadt 7:3 (2:2)

Heyrothsberge landet 7:3 (2:2)-Erfolg / Trainer André Hoof kündigt Auszeit an

Quelle: Burger Volksstimme vom 30.05.2022

Ebenso launenhaft wie das Wetter hat sich der SV Union Heyrothsberge am Sonnabend im letzten Heimspiel der Landesliga-Saison präsentiert. Am Rande des Zehn-ToreSpektakels gegen den TuS Magdeburg-Neustadt wurde bei den Gastgebern auch die Zeit des Abschieds eingeläutet.

Schon den Pharaonen hat irgendwann gedämmert, dass durstige Arbeiter keine Weltwunder in die Wüste setzen. Laut Historikermeinung geht das Prinzip „Freibier“ daher auf den Pyramidenbau im alten Ägypten zurück. Nun besteht zwischen den Heyrothsberger LandesligaFußballern und ihren Fans natürlich keine Herrscher-Untertanen-Beziehung, doch ein Frischgezapftes auf Kosten der Mannschaft kann helfen, um seinen Frieden mit einer ersten Halbzeit wie jener vom Sonnabend zu machen. 2:2 hieß es da im letzten Heimspiel gegen den feststehenden Absteiger vom TuS 1860 Magdeburg-Neustadt und es musste etwas passieren: Neben dem Platz, wo bereits in der Pause der erste Gratis-Gerstensaft gezapft wurde. Und auch auf der grünen Wiese, wo sich die Gastgeber nach Wiederbeginn steigerten und noch einen 7:3-Erfolg herausschossen. Diesen musste sich letztlich auch niemand schöntrinken.

Was in der Kabine der Unioner die Wende zum Guten einläutete, war ein eindringlicher Appell: „Wir haben uns von Oktober bis Februar – also in den Monaten, in denen das Fußballspielen nicht so viel Spaß macht – einiges aufgebaut. Es wäre schade, wenn wir uns das im letzten Heimspiel kaputtmachen“, erinnerte sich Coach André Hoof an seine Ansprache, die ihre Wirkung nicht verfehlte. Die zweiten 45 Minuten lieferten den kompletten Gegenentwurf zu einer vogelwilden ersten Hälfte, in der die Unioner vom inzwischen fast gewohnten Wahnwitz begleitet wurden. Bei der ersten Offensivaktion der Hausherren kam Tobias Thormeier im Gästestrafraum zu Fall, der Elfmeterpfiff blieb jedoch aus. Im direkten Gegenzug überspielte Union-Innenverteidiger Maximilian Schmidt per KopfballBogenlampe den herausgeeilten Keeper Christopher Biegelmeier. Magdeburgs Bryan Julien Arndt machte sich die fehlende Absprache zunutze, erlief den verirrten Ball und drückte ihn zur 1:0-Führung der Gäste über die Torlinie (6.). Die Antwort der Platzherren ließ nicht lange auf sich warten. Zwei Minuten später eroberte Philip Witte das Spielgerät nahe des TuS-Strafraums. Rauschte Thormeier an der Eingabe noch vorbei, war Tom Raue am langen Pfosten zur Stelle – 1:1.

Beide Teams hielten die Schlagzahl hoch, doch war in vielen Aktionen zu merken, dass es rein sportlich um wenig ging. „Hinter uns liegen schwierige Tage, in denen wir nur eingeschränkt trainieren konnten. Jeder hat wohl gemerkt, dass die Spannung ein wenig rausist“, bekannte Hoof und musste mitansehen, wie Marc-Justin Schulz aus der Distanz abzog und die Heyrothsberger abermals kalt erwischte (20.). Den 1:2-Rückstand bügelte Witte allerdings prompt aus. Nach kurz ausgeführtem Eckball und Flanke von André Wittpahl köpfte der Torjäger zum 2:2 ein (25.). Nach Wiederbeginn folgte die angesprochene Kehrtwende: Witte nach Vorlage von Thormeier (51.) und Daniel Gropius mit der zweiten Chance nach einem Eckball (57.) schossen die 4:2-Führung heraus, die Christian Kloska nur 60 Sekunden nach dem Anstoß der Gäste weiter ausbaute. Hatte sich derfeststehendeAbsteiger lange gegen sein Schicksal gewehrt und mit dem 3:5-Anschluss durch Pascal Schmidt (65.) noch einmal Widerstand angedeutet, folgte spätestens mit der Roten Karte gegen Keeper Tom Brachwitz der Genickbruch für TuS. Beim Versuch, das Eins-gegen-Eins mit Witte zu bereinigen, bediente er sich außerhalb des Strafraums eines Handspiels. Selbst die Gastgeber versuchten zu beschwichtigen, doch in der Konsequenz blieb nach der Verhinderung einer klaren Torchance nur der Platzverweis gegen Brachwitz.

Die Überzahl der Unioner machte sich schnell bemerkbar. Säbelte Witte zunächst über den Ball, hielt Thormeier den Versuch am Leben und legte für den Sturmpartner und dessen persönlichen Dreierpack auf – 6:3 (76.). Hatten es die Platzherren zuvor oft erfolglos probiert, ihrem Kapitän in seinem voraussichtlich letzten Heimspiel im Heyrothsberger Dress das passende Abschiedsgeschenk zu bereiten, war es zwei Minuten vor Ultimo so weit: Christian Kloska legte mit der wohl uneigennützigsten Vorlage der Fußballgeschichte für Thormeier auf und dieser besorgte den Schlusspunkt zum 7:3- Endstand. Für einen stellte der Sonnabend dann definitiv den Ausstand vor heimischer Kulisse dar: Trainer Hoof bestätigte nach Abpfiff, dass er sich aus beruflichen und familiären Gründen ab dem Sommer eine Auszeit vom Trainerdasein nehmen wird. „Ich möchte dem Verein aber in anderer Funktion erhalten bleiben“, bekräftigte der Coach.

Union: Biegelmeier – Gropius, Gieseler, Schmidt (56. Tilche), M. Kloska (46. Deckert), Thormeier, Wittpahl (46. Schäfer), Raue (62. Groth), Völckel, C. Kloska, Witte

TuS: Brachwitz – Fischer, Alhamad, Ulbrich (69. Riethmüller), Schulz, Oeding, Niemann, Schmidt (75. Mantei), Dolke (66. Münich), Arndt (46. Allwardt) (80. Müller), Renz

Tore: 0:1 Bryan Julien Arndt (6.), 1:1 Tom Raue (8.), 1:2 Marc-Justin Schulz (20.), 2:2, 3:2 Philip Witte (25., 51.), 4:2 Daniel Gropius (57.), 5:2 Christian Kloska (58.), 5:3 Pascal Schmidt (65.), 6:3 Philip Witte (76.), 7:3 Tobias Thormeier (88.)

SR: Christian Wesemann (Quenstedt); ZS: 83; Rot: Tom Brachwitz (72., Handspiel) -Magdeburg

Infos zum Spielverlauf gibt es hier: www.fupa.net/match/sv-union-heyrothsberge-m1-tus-1860-magdeburg-neustadt-m1-220528

Bilder vom Spiel von Michael Donau finden Sie hier: www.fupa.net/photos/sv-union-heyrothsberge-tus-1860-magdeburg-neustadt-402231

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